Warum ich über MS blogge

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems. Leider ist sie nach heutigen Standards noch nicht heilbar und so muss man als Betroffener wohl oder übel lernen, damit zu leben.

Als ich den Verdacht auf MS bekommen habe, habe ich versucht, so viel wie möglich darüber herauszufinden. Informationen geben mir das Gefühl, die Dinge im Griff zu haben. Zu wissen, mit was ich es zu tun habe. Und dabei waren es Erfahrungsberichte und andere Blogs, die mir am meisten geholfen haben. Weil sie von Menschen geschrieben wurden, die ebenfalls von MS betroffen sind und meine Sorgen und Fragen verstehen konnten.

Außerdem wurde ich mit vielen Vorurteilen konfrontiert. Mir wurde quasi schon Beileid ausgesprochen, weil ich ja in absehbarer Zeit im Rollstuhl landen würde. Manche Person war überrascht, dass ich nach einem halben Jahr überhaupt noch gehen konnte. Das war zugegeben schon hart und hat mich auch verunsichert.

Deswegen schreibe ich diesen Blog.

Um zu zeigen, was MS bedeutet und den Vorurteilen dieser Krankheit gegenüber entgegen zu wirken.

Um meine Erfahrungen mit denjenigen zu teilen, die auch den Verdacht auf MS oder schon ihre feste Diagnose bekommen haben.

Und um die positiven Seiten an der Krankheit aufzuzeigen (ja, die gibt es tatsächlich) und dazu zu ermutigen, Träume nicht wegen einer Diagnose zu begraben.